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Achtsamkeit & der Umgang mit Stress

Achtsamkeit und Stress sind zwei Wörter die uns hierzulande öfter begegnen. Von einer ausgewogenen Work-Life-Balance ist die Rede, im Hier und Jetzt zu leben und das Beste aus seinem Leben herauszuholen ist die Devise.


Das hört sich alles nett an oder? Ist leicht gesagt, kann man sich gut vorstellen. Aber wenn wir ehrlich zu uns sind, dann ist das alles im wahren, echten, alltäglichen Leben total schwer umsetzbar. Wie soll man ausgeglichen sein, wenn einem der Job völlig einspannt und die Zeit, die man zwar physisch nicht im Büro verbringt, mental immer noch dort ist? Oder wenn einen die Kinder 24/7 brauchen und man keine Stunde für sich selbst hat, um einfach mal NICHTS ZU TUN? Oder, Oder, Oder... Tausende Gründe gibt es, die die Ursache sind, wieso wir einfach nicht zufrieden sind, weshalb wir ausgelaugt und gestresst sind und uns nur noch auf das nächste Wochenende, den nächsten Urlaub oder die Pension freuen. Wir kommen uns vor als würden wir der Zeit hinterher laufen und nicht mehr nachkommen. "Ziel des Lebens ist, keinen Urlaub davon zu brauchen."



Was kann uns also helfen, achtsamer zu sein und mit Stress besser umgehen zu können?


Zuerst müssen wir mal klären was es heißt achtsam zu sein. Der Begründer der Achtsamkeit, der Psychologe und Arzt Jon Kabat-Fangen hat die Achtsamkeit wie folgt definiert: "Im Grunde ist Achtsamkeit ein ziemlich einfaches Konzept. Es geht darum seine Aufmerksamkeit auf das Hier & Jetzt zu richten, die eigenen Gedanken wahrzunehmen, ohne darüber zu urteilen."


Wie wir das ganz einfach tun können? Stellen wir uns während des Tages immer mal wieder die Frage: was denke ich gerade? Oder in einer bestimmten Situation hinterfragen wir mal unsere Reaktion auf Gesagtes. Gehe nicht davon aus, dass du von Anfang an achtsam mit dir umgehst. Achtsamkeit ist etwas das man lernen muss, genauso wie die Englischvokabel - immer und immer wieder wiederholen bis es sitzt!


Und wie hilft uns die Achtsamkeit nun mit Stress umzugehen?

Je achtsamer wir mit uns, unseren Gedanken und unseren (Energie-)Ressouren umgehen, desto klarer wird uns, wann unsere Energie dem Ende zugeht, wann wir unsere Akkus wieder aufladen müssen und vor allem, was uns dabei hilft.


Hier ein paar Tipps um Energie aufzuladen:


Mini-Urlaube

In meinem letzten Seminar haben wir das Thema Mini-Urlaube behandelt. Das hat mir so gut gefallen, dass ich es gleich für mich übernommen habe. Also, was sind Mini-Urlaube? Das können Handlungen sein, die wenige Sekunden, Minuten, Stunden, Tage oder Wochen dauern. Das kann vom Durchatmen, Nägel lackieren, ein Entspannungsbad nehmen, ein Buch lesen, im Garten arbeiten über eine sportliche Aktivität, ein Essen mit Freunden, ein Wandertag bis hin zu einem Städtetripp alles sein, WAS DIR SPASS MACHT! Ein Mini-Urlaub wird es dann, wenn wir selbst die jeweilige Aktivität daraus machen.


Meditation und/oder Yoga

Gut zugegeben, dieses Thema musste bei mir kommen. Aber ganz ganz ehrlich: Meditation und Yoga sind zwei super Tools durch die man lernt auf den Körper und die eigenen Gedanken zu hören bzw. einfach mal hinzuhören.


Wichtig ist hierbei einfach, dass man für sich das richtige findet. Sowohl bei der Meditation (Geführte Meditationen, in Stille etc...) als auch beim Yoga (der Stil, der Lehrer, das Ambiente).


Kreativ sein

Kreaitivtät kann man auf tausend Wegen ausdrücken. Für mich ist Kreativität gleichermaßen ein Bild zu malen, die Blumen im Garten zu arrangieren, zu Stricken, zu Schreiben, mit Lego zu spielen oder die Wohnung umzuräumen. Immer und überall kann man Kreativität finden und sie (er)leben.



Und noch ein paar weitere Ideen von mir um den Alltag aufblühen zu lassen


Prioritäten schaffen

Die To-Do-Liste wird immer länger? Schaffe Prioritäten! Drei bis vier Dinge, die man heute erledigt haben will.


Keine Ausreden

Man hat keine Zeit für ein weiteres To-Do? Sagen was Sache ist! Keine Lust auf die Familienfeier? Sagen was Sache ist & sich nicht verpflichtet fühlen, hingehen zu müssen!


Visionboard

Was erfüllt dich mit Freude? Was gibt dir Kraft? Bastle (da haben wir wieder die Kreativität) ein Visionboard und fülle es mit Dingen, die noch mehr Platz in deinem Leben finden dürfen.


Positivität einladen

Alles ist kacke und läuft nicht so, wie man es gerne hätte. Die Abwärtsspirale hat uns fest im Griff und lässt uns nicht los? HALT! Täglich 3 Dinge aufschreiben, die einem gut gelungen sind.


Zeit für Sich nehmen!

Siehe Mini-Urlaube ;)


Reflexions-/Dankbarkeits-Tagebuch

Und zu guter Letzt noch eines meiner allerliebsten Tools.


1. Wofür bin ich dankbar? (3 Beispiele)

2. Was ist heute Gutes/Tolles passiert? Und was habe ich dazu beigetragen?


Wieviele Bücher es zum Journaling/Tagebuchschreiben schon gibt, kann man ja gar nicht mehr zählen. Eigentlich braucht man dazu gar kein spezielles Buch, du kannst die Antworten auf die Fragen einfach in ein beliebiges Büchlein schreiben, zum Beispiel auch in deinen Kalender. Wichtig ist nur, dass du sie wirklich aufschreibst.


Alles Liebe,

Stefanie


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